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Straßenradsport (9876 views - Sports List)

Zum Straßenradsport werden die Disziplinen des Radsports gezählt, die auf Straßen ausgetragen werden. Dies unterscheidet den Straßenradsport z. B. vom Bahnradsport, von Cyclocross-, Mountainbike- und BMX-Rennen. Bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften werden die Disziplinen Straßenrennen, Einzelzeitfahren und Mannschaftszeitfahren ausgetragen.
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Straßenradsport

Straßenradsport

Zum Straßenradsport werden die Disziplinen des Radsports gezählt, die auf Straßen ausgetragen werden. Dies unterscheidet den Straßenradsport z. B. vom Bahnradsport, von Cyclocross-, Mountainbike- und BMX-Rennen. Bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften werden die Disziplinen Straßenrennen, Einzelzeitfahren und Mannschaftszeitfahren ausgetragen.

Geschichte

1817–1892

Im Jahr 1817 erfand der Deutsche Karl von Drais die Laufmaschine, die Draisine genannt wurde. Diese gilt als erster Vorläufer des heutigen Fahrrads. Am 20. April 1829 fand das erste Zweirad-Rennen der Welt statt. Auf der 4,5 km langen Strecke zwischen Münchens Karolinenplatz und Schloss Nymphenburg nahmen 26 Fahrer teil. Der Sieger, auf einem Laufrad des Münchner Stellmachers Semler, legte die Distanz in 31 Minuten und 30 Sekunden zurück.[1]

Im Jahr 1861 entwickelte der Franzose Pierre Michaux ein Vehikel, das Veloziped genannt wurde. Bei diesem wurde am Vorderrad ein Pedalantrieb angebracht.[2]

Am 7. November 1869 wurde zwischen Paris und Rouen erstmals ein Rennen ausgetragen, das von einer Stadt in eine andere führte. Der Engländer James Moore gewann das Rennen über 123 km in einer Zeit von 10:45 Stunden. Auch Frauenrennen waren zu dieser Zeit sehr beliebt. Zu den erfolgreichsten Fahrerinnen zählte „Miss America“, die auch an zahlreichen Männerrennen teilnahm, u. a. an Paris–Rouen, wo sie mit einem Rückstand von 12:10 h auf Moore ins Ziel kam.[3]

In den 1870er-Jahren wurden in England und den Vereinigten Staaten sogenannte Hochräder gebaut. Durch ein deutlich größeres Vorderrad konnte die Abrollqualität verbessert werden. In den 1880er-Jahren wurden dann vermehrt sogenannte Niederräder gebaut. Durch die Anbringung eines Kettenantriebs am Hinterrad und die Verwendung von Luftreifen konnte die Sturzgefahr verringert werden.[3]

1892–1935

Im Jahr 1892 wurde das Eintagesrennen Lüttich–Bastogne–Lüttich, das älteste der fünf „Monumenten des Radsports“, erstmals ausgetragen. Das Rennen über 250 km gewann der Belgier Léon Houa. Paris–Roubaix wurde erstmals 1896 ausgetragen, die Lombardei-Rundfahrt 1905, Mailand–Sanremo 1907 und die Flandern-Rundfahrt 1913.

Bei den Olympischen Sommerspielen 1896, den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit, wurde ein Straßenrennen über 87 km durchgeführt. Erster Olympiasieger im Straßenrennen wurde der Grieche Aristidis Konstantinidis.

Im Jahr 1903 wurde das Etappenrennen Tour de France, die älteste der drei „Grand Tours“, erstmals ausgetragen. Das Rennen über 2.428 km, das in sechs Etappen durchgeführt wurde, gewann der Franzose Maurice Garin. Der Giro d’Italia wurde erstmals 1909 ausgetragen, die Vuelta a España 1935.

Der im Jahr 1900 gegründete Weltradsportverband UCI veranstaltete im Jahr 1921 erstmals eine Straßen-Weltmeisterschaft über eine Distanz von 190 km. Erster Weltmeister im Straßenrennen wurde der Schwede Gunnar Sköld.

1935–1998

Zwischen 1966 und 1976 gewann der Belgier Eddy Merckx fünfmal die Tour de France, fünfmal den Giro d'Italia, einmal die Vuelta a España, siebenmal Mailand–Sanremo, zweimal die Flandern-Rundfahrt, dreimal Paris–Roubaix, fünfmal Lüttich–Bastogne–Lüttich, zweimal die Lombardei-Rundfahrt und dreimal die Straßen-Weltmeisterschaft. Er ist damit der einzige Fahrer, der alle drei „Grand Tours“, alle fünf Monumente des Radsports und die Straßen-Weltmeisterschaft gewinnen konnte. Er wurde allerdings während seiner Karriere dreimal positiv auf Doping getestet.[4]

Zur Bekämpfung des Dopings im Radsport führte der Radsportweltverband UCI erst 1966 verbindliche Anti-Doping-Bestimmungen in sein Reglement auf. Nachdem sich im gleichen Jahr die drei Erstplatzierten des Fleche Wallone (Michele Dancelli, Lucien Aimar und Rudi Altig) der Dopingkontrolle entzogen hatten, fand bei der Tour de France 1966 erstmals eine unangemeldete Dopingkontrolle statt. Gegen diese Maßnahmen streikten die Rennfahrer bei der nächsten Etappe. Durch einen Todesfall wurden die Gefahren der Dopingpraxis im Radsport später drastisch verdeutlicht: Bei der Tour 1967 starb Tom Simpson beim Anstieg zum Mont Ventoux unter Einfluss von Amphetaminen und Alkohol.

Seit 1998

Bei der Tour de France 1998 wurde die breite Öffentlichkeit erneut auf das systematische Doping im Straßenradsport aufmerksam. In einem Auto des französischen Festina-Teams wurden 400 Ampullen Epo und Anabolika gefunden. Nachdem der Teamchef Bruno Roussel organisiertes Doping innerhalb der Mannschaft gestanden hatte, wurde das Team nach der fünften Etappe von der Tour ausgeschlossen. Im Laufe der Tour kam es zu Ermittlungen gegen weitere Mannschaften, bei denen mehrere Personen festgenommen wurden. Auf die Behandlung ihrer Kollegen durch die Polizei reagierten die Fahrer mit einem Streik auf der 17. Etappe. Die Mannschaften ONCE, Banesto, Riso Scotti, Kelme, Vitalicio Seguros und TVM-Farm Frites stiegen aus der Tour aus. Der Italiener Marco Pantani gewann die Rundfahrt, ihm konnte allerdings nachträglich Doping mit Epo nachgewiesen werden.[5][6]

Im Vorfeld der Tour de France 2006 wurde der größte Dopingskandal in der Geschichte des Straßenradsports öffentlich. In der Wohnung des spanischen Arztes Eufemiano Fuentes fand die Polizei 1000 Einheiten Anabolika, 100 Beutel Blut, Mittel für Blutmanipulationen und Geräte für Bluttransfusionen.[7] Zwei Tage vor Beginn der Tour veröffentlichte der spanische Radiosender Cadena Ser eine Liste von 58 Fahrern, die bei Fuentes Dopingmittel erworben haben sollen. Darunter befanden sich der Italiener Ivan Basso und der Deutsche Jan Ullrich, die beiden Favoriten auf den Gesamtsieg.[8] Einen Tag später einigten sich die Teamchefs der teilnehmenden Mannschaften, dass die verdächtigten Fahrer nicht antreten würden und keine Fahrer nachnominiert werden dürften. Daraufhin wurde die spanische Mannschaft Astana-Würth von der Tour ausgeschlossen, da sie nicht die Mindestanzahl von sechs Fahrern melden konnte.[9] Der US-Amerikaner Floyd Landis gewann die Rundfahrt, er wurde allerdings positiv auf Doping mit Testosteron getestet, sodass ihm der Sieg nachträglich aberkannt wurde.[10]

Am 12. Juni 2012 klagte die US-amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA Lance Armstrong, den Rekordsieger der Tour de France, wegen Dopings an. In Blutproben von 2009 und 2010 konnte Doping mit Epo oder Bluttransfusionen nachgewiesen werden, außerdem beschuldigten mehrere ehemalige Teamkollegen, darunter Floyd Landis, Armstrong des jahrelangen Dopings.[11][12] Am 24. August erkannte ihm die USADA alle Titel seit dem 1. August 1998 ab und verhängte eine lebenslange Sperre gegen ihn, nachdem er erklärt hatte, sich nicht mehr vor dem Schiedsgericht verteidigen zu wollen.[13] In einem am 17. Januar 2013 ausgestrahlten Fernsehinterview gestand Armstrong gegenüber Oprah Winfrey erstmals jahrelanges Doping mit verschiedenen Substanzen.[14] Daraufhin erkannte ihm das Internationale Olympische Komitee auch die Bronzemedaille im Einzelzeitfahren bei den Olympischen Spielen 2000 ab.

In einem im März 2015 veröffentlichten Bericht einer durch UCI eingesetzten Cycling Independent Reform Commission wurden auf zahlreiche Verstöße der UCI gegen das Antidoping-Reglement und gegen Good Governance-Prinzipien während dieses Zeitraums hingewiesen.[15][16][17]

Wettbewerbe

Sieger eines Straßenradrennens ist grundsätzlich derjenige, der eine bestimmte Strecke am schnellsten zurückgelegt hat. Es gibt aber auch Wettbewerbsformen, bei denen es darauf ankommt, wer an einem bestimmten Streckenpunkt an wievielter Stelle den Zielstrich überfährt. Dabei werden Punkte (siehe Kriterium) sowie gelegentlich Zeitgutschriften (siehe Zwischensprints bei Etappenrennen) vergeben. Diese werden bei Kriterien im Verlauf des Rennens addiert, bei Rundfahrten dem jeweiligen Tagesergebnis in Punkten beziehungsweise in der Fahrtzeit hinzugerechnet beziehungsweise abgezogen, jedoch ausschließlich im Gesamtergebnis berücksichtigt.

Im Straßenradsport tritt üblicherweise eine größere Zahl von Radrennfahrern gegeneinander an. Die Wettbewerbe werden für Männer und Frauen veranstaltet. Im von den Mitgliedsverbänden der UCI organisierten Straßenradsport werden die Rennen für männliche und weibliche Teilnehmer getrennt ausgeführt.

Die wichtigsten Straßenradsportwettbewerbe sind:

Eintagesrennen / Straßenrennen

Als Eintagesrennen (auch Straßenrennen oder Einerstraßenfahren) werden Straßenradrennen mit Massenstart bezeichnet, bei denen der erste Fahrer, der das Ziel erreicht, der Sieger ist. Abzugrenzen sind sie von den Rundstreckenrennen. Sie stellen die älteste Disziplin des Radsports überhaupt dar. Die Streckenlängen von Eintagesrennen können stark variieren, betragen mit wenigen Ausnahmen nicht mehr als 250 Kilometer. Die ältesten und berühmtesten Eintagesrennen werden als Klassiker bezeichnet. Eintagesrennen können zu Rennserien mit gemeinsamer Wertung zusammengefasst werden.

Rundstreckenrennen / Kriterien

Bei Kriterien und Rundstreckenrennen[18] wird im Gegensatz zu den Eintagesrennen ein meist innerstädtischer Rundkurs befahren, der zwischen 800 Meter und zehn Kilometer messen muss. Rundstreckenrennen bieten sich mit ihren kurzen Kursen besonders in Städten an, da im Gegensatz zu normalen Eintagesrennen der Aufwand an Straßensperrungen minimiert wird. So können die Zuschauer die Fahrer mehrmals hautnah erleben und den Rennverlauf durch den Sprecher an der Strecke live nachvollziehen. Aufgelockert werden solche Rennen häufig durch Prämienwertungen, bei denen die Sieger von Zwischensprints Geld- oder Sachprämien erspurten können.

Eine Form von Rundstreckenrennen stellen die sogenannten Kriterien dar, bei denen der Sieger nicht derjenige Fahrer sein muss, der am Ende des Rennens zuerst die Ziellinie überquert. Bei Kriterien finden in regelmäßigen Abständen (beispielsweise alle fünf Runden) Punktewertungen statt, bei denen üblicherweise die ersten vier Fahrer 5, 3, 2 und einen Punkt erhalten. Sieger wird der Fahrer der am Schluss des Rennens die meisten Punkte auf seinem Konto verbuchen kann. Allerdings geht ein Rundengewinn dem Gewinn dieser Punkte vor, sodass durchaus ein Fahrer gewinnen kann, der keine einzige Wertung gewonnen hat.

Einzel- und Mannschaftszeitfahren

Eine Sonderform des Straßenradrennens bilden die Zeitfahren, bei denen entweder einzelne Fahrer (Einzelzeitfahren) oder ganze Mannschaften (Mannschaftszeitfahren) nacheinander starten und der Sieger durch die individuelle Zeitnahme ermittelt wird. Zeitfahren werden häufig innerhalb von Etappenrennen ausgetragen oder finden im Rahmen von nationalen Meisterschaften statt. Einzelzeitfahren sind auch Bestandteil der Olympischen Spiele, Mannschaftszeitfahren waren es.

Etappenrennen (Rundfahrten)

Als Etappenrennen werden Veranstaltungen bezeichnet, bei denen an mehreren Tagen nacheinander einzelne Wettkämpfe – sogenannte Etappen – ausgetragen werden, deren jeweilige Ergebnisse in einer Gesamtwertung nach Zeit addiert und damit zusammengefasst werden. Etappenrennen, die ein Land oder einer Region abdecken werden häufig als Rundfahrten bezeichnet. Als ältestes und berühmtestes Etappenrennen der Welt gilt die Tour de France. Die einzelnen Etappen bestehen aus Massenstartrennen, die nach den Regeln für Eintagesrennen ausgetragen werden, Einzel- und Mannschaftszeitfahren.

Andere Wettbewerbe

Veranstaltet werden auch weitere Wettkampfformen, wie u. a. Rennen hinter Schrittmacherführung, Bergrennen und Radmarathons.[19] Letztere werden als Einzel- und Teamwettbewerbe, Ein- und Mehrtagesveranstaltungen mit bis zu vierstelligen Kilometerdistanzen veranstaltet. Eine Form von Mehrtages-Nichtetappenrennen stellt beispielsweise das Race Across America dar.

Im Breitensport finden regelmäßig Jedermannrennen – auch im Rahmen von Eintagesrennen – statt, die bis zu fünfstellige Teilnehmerzahlen haben.

UCI-Kategorie

Die Rennen der internationalen Kalender werden durch den Weltradsportverband UCI in sogenannte UCI-Kategorien unterteilt.

In der UCI WorldTour wird zwischen Eintagesrennen (1.UWT) und Etappenrennen (2.UWT) unterschieden, wobei zu den Eintagesrennen alle Rennen gezählt werden, die an einem Tag veranstaltet werden – auch Zeitfahren.

In den UCI Continental Circuits setzen sich die Kategorien aus zwei durch einen Punkt getrennte Komponenten zusammen: Die erste Ziffer zeigt die Art des Rennens (1 = Eintagesrennen einschließlich Zeitfahren; 2 = Etappenrennen), die zweite Ziffer zeigt die Wertigkeit des Rennens in absteigender Reihenfolge an (HC =hors categorie, 1 = erste Kategorie, 2 = zweite Kategorie), also ist Kategorie HC (hors categorie frz., außer Kategorie), die höchste. So bezeichnet z. B. UCI-Kategorie 2.2 ein Etappenrennen der zweiten Kategorie. Wenn ein Rennen der zweiten Kategorie U23-Fahrern vorbehalten ist, wird ein U angehängt (z. B. 1.2U).[20] Mit Wirkung zum 23. Oktober 2018 wird die hors categorie durch die BezeichnungUCI ProSeries(1.Pro und 2.Pro) ersetzt.[21]

Entsprechendes gilt im Frauenradsport für die Rennen des Weltcups (Abk. CDM, frz. für Coupe du Monde) und in den männlichen Nachwuchsklassen für die Rennen der Nationencups für U23 bzw. Junioren (1.Ncup bzw. 2.Ncup).[20]

Darüber hinaus werden weitere Abkürzungen vergeben für UCI-Straßen-Weltmeisterschaften (Abk. CM, frz. für Championnat du monde), olympische Radsportwettbewerbe (Abk. JO, frz. für Jeux Olympiques), Kontinentale Meisterschaften (Abk. CC, frz. für Championnats Continentaux), regionale Spiele (Abk. JR, frz. für Jeux Régionaux) und nationale Meisterschaften (Abk. CN, frz. für Championnats Nationaux).[22]

Die Kategorisierung der Rennen ist u. a. von Bedeutung für die Zusammensetzung des Starterfelds[23] und die für die Radsportranglisten, wie etwa die Weltrangliste der Männer, den Ranglisten der Continental Circuits und die Weltrangliste der Frauen im Straßenradsport.

Fahrer

Im Straßenradsport setzt sich eine Mannschaft in der Regel aus Fahrern zusammen, die sich hinsichtlich ihres Körperbaus, ihrer Stärken und Schwächen sowie ihrer Ziele und Aufgaben deutlich unterscheiden. Auch wenn nicht jeder Fahrer eindeutig einer bestimmten Kategorie zugeordnet werden kann, unterscheidet die Fachwelt häufig zwischen folgenden Fahrertypen:

Rundfahrtspezialisten

Als Rundfahrtspezialisten werden Fahrer bezeichnet, die sich auf den Gewinn von Etappenrennen wie den „Grand Tours“ (Tour de France, Giro d’Italia, Vuelta a España) spezialisiert haben. Sie starten in der Regel als Mannschaftskapitän und werden von den Helfern ihrer Mannschaft unterstützt. Um ein Etappenrennen zu gewinnen, muss man sowohl ein guter Kletterer als auch ein guter Zeitfahrer sein, da die für die Gesamtwertung entscheidenden Zeitabstände auf diesen Etappen am größten sind. Gute Kletterer sind in der Regel relativ leicht, da der am Berg entscheidende Bremsfaktor Hangabtriebskraft dadurch am besten minimiert werden kann, während gute Zeitfahrer in der Regel relativ aerodynamisch sind, da der im Flachen entscheidende Bremsfaktor Luftwiderstand dadurch langfristig am besten minimiert werden kann. Klassementfahrer haben deshalb einen Body-Mass-Index von ca. 20–22 kg/m².[24][25][26]

Folgende Fahrer haben die „Grand Tours“ am häufigsten gewonnen:

Fahrer Nation Siege
Eddy Merckx* Belgien 11
Bernard Hinault Frankreich 10
Jacques Anquetil* Frankreich 8
Fausto Coppi Italien 7
Miguel Indurain* Spanien 7
Alberto Contador* Spanien 7

Klassikerjäger

Als Klassikerjäger werden Fahrer bezeichnet, die sich auf den Gewinn von Klassikern wie den „Monumenten des Radsports“ (Mailand–Sanremo, Flandern-Rundfahrt, Paris–Roubaix, Lüttich–Bastogne–Lüttich, Lombardei-Rundfahrt) spezialisiert haben. Bei diesen Eintagesrennen starten sie in der Regel als Mannschaftskapitän und werden von den Helfern ihrer Mannschaft unterstützt, während sie ihre Mannschaft bei Etappenrennen teilweise selbst als Helfer unterstützen müssen. Um ein Eintagesrennen zu gewinnen, muss man sowohl ein guter Ausreißer als auch ein guter Sprinter sein, da sich in der Regel zunächst eine Ausreißergruppe vom Feld absetzen kann, ehe das Rennen durch den Sprint der Ausreißergruppe entschieden wird. Gute Ausreißer sind in der Regel relativ aerodynamisch, da der im Flachen entscheidende Bremsfaktor Luftwiderstand dadurch langfristig am besten minimiert werden kann, während gute Sprinter in der Regel relativ kräftig sind. Klassikerjäger haben deshalb einen Body-Mass-Index von ca. 21–23 kg/m².[24][25][27]

Folgende Fahrer haben die „Monumente des Radsports“ am häufigsten gewonnen:

Fahrer Nation Siege
Eddy Merckx* Belgien 19
Roger De Vlaeminck Belgien 11
Costante Girardengo Italien 9
Fausto Coppi Italien 9
Sean Kelly* Irland 9

Sprinter

Als Sprinter werden Fahrer bezeichnet, die sich auf den Gewinn von Rennen in flachem Gelände und auf Punktewertungen spezialisiert haben. Bei Rennen in flachem Gelände werden sie in der Regel von den Helfern ihrer Mannschaft unterstützt, während sie ihre Mannschaft bei Rennen in bergigem Gelände teilweise selbst als Helfer unterstützen müssen. Um ein Rennen in flachem Gelände zu gewinnen, muss man für kurze Zeit eine sehr hohe Geschwindigkeit erreichen können, da Rennen in flachem Gelände in der Regel erst auf der Zielgeraden entschieden werden. Gute Sprinter sind in der Regel relativ kräftig, da der im Flachen entscheidende Bremsfaktor Luftwiderstand dadurch kurzfristig am besten minimiert werden kann. Sprinter haben deshalb einen Body-Mass-Index von ca. 22–23 kg/m².[24][25][28]

Folgende Fahrer haben die Punktewertungen der „Grand Tours“ am häufigsten gewonnen:

Fahrer Nation Siege
Erik Zabel* Deutschland 9
Sean Kelly* Irland 8
Laurent Jalabert* Frankreich 7
Peter Sagan Slowakei 7
Eddy Merckx* Belgien 6

Kletterer

Als Kletterer werden Fahrer bezeichnet, die sich auf den Gewinn von Rennen in bergigem Gelände und von Bergwertungen spezialisiert haben. Bei Rennen in bergigem Gelände werden sie in der Regel von den Helfern ihrer Mannschaft unterstützt, während sie ihre Mannschaft bei Rennen in flachem Gelände teilweise selbst als Helfer unterstützen müssen. Um ein Rennen in bergigem Gelände zu gewinnen, muss man für längere Zeit eine hohe Geschwindigkeit fahren können, da Rennen in bergigem Gelände in der Regel bereits am letzten Anstieg entschieden werden. Gute Kletterer sind in der Regel relativ leicht, da der am Berg entscheidende Bremsfaktor Hangabtriebskraft dadurch am besten minimiert werden kann. Kletterer haben deshalb einen Body-Mass-Index von ca. 20–21 kg/m².[24][25][29]

Folgende Fahrer haben die Bergwertungen der „Grand Tours“ am häufigsten gewonnen:

Fahrer Nation Siege
Gino Bartali Italien 9
Federico Bahamontes Spanien 9
Lucien Van Impe Belgien 8
Richard Virenque* Frankreich 7
Julio Jiménez* Spanien 6

Zeitfahrer

Als Zeitfahrer werden Fahrer bezeichnet, die sich auf den Gewinn von Einzelzeitfahren wie der Weltmeisterschaft im Einzelzeitfahren spezialisiert haben. Bei normalen Rennen müssen sie ihre Mannschaft in der Regel als Helfer unterstützen. Um ein Einzelzeitfahren zu gewinnen, muss man für längere Zeit eine hohe Geschwindigkeit fahren können, da Einzelzeitfahren über die gesamte Strecke entschieden werden. Gute Zeitfahrer sind in der Regel relativ aerodynamisch, da der im Flachen entscheidende Bremsfaktor Luftwiderstand dadurch langfristig am besten minimiert werden kann. Zeitfahrer haben deshalb einen Body-Mass-Index von ca. 21–22 kg/m².[24][25][30]

Folgende Fahrer haben die Weltmeisterschaft im Einzelzeitfahren am häufigsten gewonnen:

Fahrer Nation Siege
Fabian Cancellara Schweiz 4
Tony Martin Deutschland 4
Michael Rogers* Australien 3
Jan Ullrich* Deutschland 2

Helfer / Domestiken

Als Helfer oder Domestiken werden Fahrer bezeichnet, die sich dem Erfolg ihrer Mannschaft unterordnen. Sie versorgen ihre Mannschaft mit Essen und Getränken, spenden dem Kapitän und den Spezialisten ihrer Mannschaft Windschatten, bringen sie in eine optimale Ausgangsposition, leihen ihnen bei einem Defekt ihr Rad, beteiligen sich an Ausreißversuchen oder verfolgen Ausreißer anderer Mannschaften.[24][31]

* Fahrer hat mindestens einmal während seiner Karriere gegen die zu dieser Zeit geltenden Anti-Doping-Regeln verstoßen[32][33][34][35][36][37][38][39][40][41][42][43][44]

Bedeutung des Straßenradsports

In West- und Mitteleuropa hat sich die Beliebtheit des Straßenradrennsports seit den Anfängen bis heute erhalten. Große Popularität genießt der Radsport in Frankreich, Italien, Spanien (vor allem im Baskenland) und der Schweiz, was seinen Ausdruck in den hier etablierten großen Landesrundfahrten Tour de France, Giro d’Italia, Vuelta a España und Tour de Suisse findet, sowie in Belgien (vor allem Flandern), Luxemburg und den Niederlanden. Dort finden viele wichtige Eintagesrennen statt, vor allen die sogenannten Frühjahrsklassiker. Auch in anderen Ländern erfreuen sich der Radsport und seine Idole hoher Beliebtheit, so in Großbritannien, Irland, Polen, der Slowakei und den skandinavischen Ländern.

Außerhalb Europas sind die USA, Kolumbien und Australien zu nennen, in denen Straßenradsportler durch Erfolge bei den großen europäischen Rennen zu Idolen werden können. Allerdings fanden die seit 1921 ausgetragenen UCI-Straßen-Weltmeisterschaften bis 1976 ausschließlich und auch danach überwiegend in europäischen Ländern statt.

In Deutschland war der Radsport nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem in der DDR eine sehr populäre Sportart. Nach dem Sieg der Weltmeisterschaft im Straßeneinzelrennen durch Gustav-Adolf Schur wurde vor allem die Friedensfahrt als „Tour de France des Ostens“ begeistert verfolgt und vom Fernsehen ausführlich übertragen. In der Bundesrepublik erlebte der Radsport vor allem in den Zeit Rudi Altigs und Dietrich Thuraus größere Popularität.

Nach der Wiedervereinigung kam es durch die Erfolge Erik Zabels und besonders Jan Ullrichs zu einer vorübergehenden Hochzeit, in der es drei deutschen Profiteams gelang, sich bei der Tour de France und damit über das Stadium einer Randsportart hinaus in der Öffentlichkeit zu etablieren: Team T-Mobile, Team Gerolsteiner und Team Milram. Nach Dopingskandalen zogen sich die namengebenden deutschen Sponsoren der Teams zwischen 2007 und 2010 jedoch wieder aus dem Straßenradsport zurück. Das Team T-Mobile fand einen kalifornischen Nachfolger, das Team Gerolsteiner und das Team Milram wurden ganz aufgelöst.

Den Zusammenhang zwischen der Beliebtheit des Sports und der Existenz von Idolen verdeutlicht die Verdoppelung des Marktanteils von Rennrädern in Deutschland nach Jan Ullrichs Toursieg im Jahr 1997.[45] Parallel wurde die Fernsehberichterstattung ausgeweitet: Während 1995 nur die dritten Programme der ARD halbstündig von der Tour de France berichteten, konnte man von 1998 bis 2006 täglich bis zu acht Stunden Radsport im Ersten und dem ZDF verfolgen.

2007 wurde die breite Fernsehberichterstattung als Reaktion auf den positiven A-Proben-Doping-Befund von Patrik Sinkewitz erstmals während der Tour de France abgesetzt. Kritiker bemängeln an der Haltung der ARD, dass die von ihr als öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalt geforderte Objektivität aufgrund ihrer zeitweiligen Rolle als Sponsor der Tour nicht gewährleistet gewesen sei.

Weblinks

 Commons: Radsport – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Germanisches Nationalmuseum: Leben und Arbeiten im Industriezeitalter. Konrad Theiss Verlag Stuttgart, 1985, ISBN 3-8062-0443-8, S. 62.
  2. Radsport und seine Geschichte. (Nicht mehr online verfügbar.) lsb-wbe.de, archiviert vom Original am 24. Juli 2015; abgerufen am 22. Juli 2015.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.lsb-wbe.de
  3. a b Fahrradgeschichte. fahrradmonteur.de, abgerufen am 22. Juli 2015.
  4. Dopingfälle bei der Tour de France – Eddy Merckx. sueddeutsche.de, 6. Februar 2012, abgerufen am 15. Juli 2015.
  5. Wie der Festina-Skandal 1998 die Tour lahmlegte. welt.de, 11. Juli 2008, abgerufen am 23. Juli 2015.
  6. Ullrich steht auf der Epo-Liste. spiegel.de, 24. Juli 2013, abgerufen am 23. Juli 2015.
  7. Spanish cycling speaks out over Saiz. cyclingnews.com, 24. Mai 2006, abgerufen am 23. Juli 2015 (englisch).
  8. Chronik einer Radsport-Katastrophe. spiegel.de, 30. Juni 2006, abgerufen am 23. Juli 2015.
  9. Winokurov-Team darf nicht starten. spiegel.de, 30. Juni 2006, abgerufen am 23. Juli 2015.
  10. Floyd Landis verliert Toursieg 2006. spiegel.de, 30. Juni 2008, abgerufen am 23. Juli 2015.
  11. Armstrong charged with doping by USADA. cyclingnews.com, 13. Juni 2012, abgerufen am 24. Juli 2015 (englisch).
  12. Floyd Landis bekräftigt Doping-Vorwürfe gegen Lance Armstrong. zeit.de, 26. Juli 2010, abgerufen am 24. Juli 2015.
  13. Armstrongs Karriere liegt in Trümmern. radsport-news.com, 24. August 2012, abgerufen am 24. Juli 2015.
  14. Dopinggeständnis bei Oprah Winfrey. spiegel.de, 18. Januar 2013, abgerufen am 24. Juli 2015.
  15. CIRC: „Kampf gegen Doping ist noch lange nicht gewonnen“. radsport-news.com, 9. März 2015, abgerufen am 10. März 2015.
  16. Die Verstöße und Verfehlungen der UCI. radsport-news.com, 9. März 2015, abgerufen am 10. März 2015.
  17. CIRC finds no proof of UCI corruption but questions linger over governance. rcycling-news.com, 10. März 2015, abgerufen am 10. März 2015 (englisch).
  18. Im internationalen Sprachgebrauch und den Regeln der UCI werden auch Rundstreckenrennen als Kriterien bezeichnet.
  19. UCI Cycling Regulations – Part 2 Road Races. (PDF) Chapter IX – Other Races (2.9.001f). uci.ch, 1. Juli 2015, abgerufen am 6. September 2015 (englisch).
  20. a b UCI-Reglement für den Straßenradsport, dort 2.1.005 (englisch/französisch) abgerufen am 23. Mai 2017.
  21. Part II – Road Races - Rules amendments applying on 23.10.2019. uci.org, 25. Juni 2019, abgerufen am 18. Juli 2019.
  22. vgl. UCI-Kalender für den Straßenradsport
  23. vgl. zu den Teilnahmeregeln der UCI-Continental Circuits: UCI Africa Tour#Teams, UCI America Tour#Teams, UCI Asia Tour#Teams, UCI Europe Tour#Teams und UCI Oceania Tour#Teams
  24. a b c d e f What type of Tour de France rider are you most like? cyclingweekly.com, 23. März 2015, abgerufen am 16. Juli 2015.
  25. a b c d e Why sprinters are muscly and climbers are wiry. bbc.com, 19. Juli 2014, abgerufen am 19. Juli 2015.
  26. What Is A General Classification Rider? (video) In: youtube.com. Global Cycling Network, abgerufen am 16. Juli 2015.
  27. What Is A Rouleur? (video) In: youtube.com. Global Cycling Network, abgerufen am 16. Juli 2015.
  28. What Is A Sprinter? (video) In: youtube.com. Global Cycling Network, abgerufen am 17. Juli 2015.
  29. What Makes A Pro Cyclist A Climber? (video) In: youtube.com. Global Cycling Network, abgerufen am 17. Juli 2015.
  30. What makes A Pro Cyclist A Time Trial Specialist? (video) In: youtube.com. Global Cycling Network, abgerufen am 16. Juli 2015.
  31. What Is A Domestique? (video) In: youtube.com. Global Cycling Network, abgerufen am 16. Juli 2015.
  32. Dopingfälle bei der Tour de France – Eddy Merckx. sueddeutsche.de, 6. Februar 2012, abgerufen am 15. Juli 2015.
  33. Dopingfälle bei der Tour de France – Jacques Anquetil. sueddeutsche.de, 6. Februar 2012, abgerufen am 15. Juli 2015.
  34. Miguel Indurain. dopeology.org, abgerufen am 15. Juli 2015.
  35. Alberto Contador. dopeology.org, abgerufen am 15. Juli 2015.
  36. Sean Kelly. dopeology.org, abgerufen am 15. Juli 2015.
  37. Erik Zabel. dopeology.org, abgerufen am 15. Juli 2015.
  38. Laurent Jalabert. dopeology.org, abgerufen am 15. Juli 2015.
  39. Dopingfälle bei der Tour de France – Jan Janssen. sueddeutsche.de, 6. Februar 2012, abgerufen am 15. Juli 2015.
  40. Djamolidine Abdoujaparov. dopeology.org, abgerufen am 15. Juli 2015.
  41. Richard Virenque. dopeology.org, abgerufen am 15. Juli 2015.
  42. Andreas Singler, Gerhard Treutlein: Doping – von der Analyse zur Prävention. 2. Auflage. Meyer & Meyer Verlag, Aachen 2010, ISBN 978-3-89124-665-8, S. 118.
  43. Michael Rogers. dopeology.org, abgerufen am 15. Juli 2015.
  44. Jan Ullrich. dopeology.org, abgerufen am 15. Juli 2015.
  45. Mark-Werner Dreisörner: Die deutsche Fahrradindustrie hofft auf Jan Ullrich. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. Juli 2004.


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• Slamball

Bat-and-ball (safe haven)
• Baseball
• Softball
• Slow pitch
• Fast-pitch softball
• 16-inch softball
• Bat and trap
• British baseball – four posts
• Brännboll – four bases
• Corkball – four bases (no base-running)
• Cricket – two creases
• Indoor cricket
• Limited overs cricket
• One Day International
• Test cricket
• Twenty20
• Danish longball
• Kickball
• Kilikiti
• Lapta – two salos (bases)
• The Massachusetts Game – four bases
• Matball
• Oina
• Old cat – variable
• Over-the-line – qv
• Palant
• Pesäpallo – four bases
• Punchball
• Rounders – four bases or posts
• Scrub baseball – four bases (not a team game per se)
• Stickball – variable
• Stool ball – two stools
• Tee-ball
• Town ball – variable
• Vigoro – two wickets
• Wireball
• Wiffleball

Baton twirling
• Baton twirling

Acro sports
• Ballet
• Dancing
• Cheerleading
• Gymnastics

Performance sports
• Drum corps
• Marching band

Board sports

• Skateboarding
• Scootering
• Casterboarding
• Freeboard (skateboard)
• Longboarding
• Streetboarding
• Skysurfing
• Streetluge
• Snowboarding
• Mountainboarding
• Sandboarding
• Snowkiting
• Surfing
• Wakesurfing
• Bodyboarding
• Riverboarding
• Skimboarding
• Windsurfing
• Wakeboarding
• Kneeboarding
• Paddleboarding

Catch games
• Dodgeball
• Ga-ga
• Keep away
• Kin-Ball
• Newcomb ball
• Quidditch
• Rundown (a.k.a. Pickle)
• Yukigassen

Climbing

• Abseiling
• Aid climbing
• Ice climbing
• Mixed climbing
• Mountaineering
• Rock climbing
• Bouldering
• Deep-water soloing
• Sport climbing
• Traditional climbing
• Other
• Canyoning (Canyoneering)
• Coasteering
• Hiking
• Rope climbing
• Pole climbing

Cycling

• Artistic cycling
• BMX
• Cyclo-cross
• Cross-country mountain biking
• Cycle polo
• Cycle speedway
• Downhill mountain biking
• Dirt jumping
• Enduro mountain biking
• Freestyle BMX
• Hardcourt Bike Polo
• Road bicycle racing
• Track cycling
• Underwater cycling

Skibob
• Skibobbing

Unicycle

• Mountain unicycling
• Unicycling
• Unicycle basketball
• Unicycle hockey
• Unicycle trials
Combat sports: wrestling and martial arts
• Aiki-jūjutsu
• Aikido
• Jujutsu
• Judo
• Brazilian jiu-jitsu
• Sambo (martial art)
• Sumo
• Wrestling
• Amateur wrestling
• Greco-Roman wrestling
• Freestyle wrestling
• Folk wrestling
• Boli Khela
• Collar-and-elbow
• Cornish wrestling
• Dumog
• Glima
• Gouren
• Kurash
• Lancashire wrestling
• Catch wrestling
• Malla-yuddha
• Mongolian wrestling
• Pehlwani
• Professional wrestling
• Schwingen
• Shuai jiao
• Ssireum
• Varzesh-e Pahlavani
• Yağlı Güreş
• Greek wrestling

Striking

• Choi Kwang-Do
• Cockfighting
• Boxing
• Bokator
• Capoeira
• Fujian White Crane
• Karate
• Kenpō
• Kickboxing
• Lethwei
• Muay Thai
• Pradal serey
• Sanshou
• Savate
• Shaolin Kung Fu
• Sikaran
• Silat
• Subak
• Taekkyeon
• Taekwondo
• Taidō
• Tang Soo Do
• Wing Chun
• Zui quan

Mixed or hybrid
• Baguazhang
• Bando
• Bartitsu
• Bujinkan
• Hapkido
• Hwa Rang Do
• Jeet Kune Do
• Kajukenbo
• Kalaripayattu
• Krav Maga
• Kuk Sool Won
• Marine Corps Martial Arts Program
• Mixed martial arts
• Northern Praying Mantis
• Ninjutsu
• Pankration
• Pencak Silat
• Sanshou
• Shidōkan Karate
• Shōrin-ryū Shidōkan
• Shoot boxing
• Shootfighting
• Shorinji Kempo
• Systema
• T'ai chi ch'uan
• Vajra-mushti
• Vale tudo
• Vovinam
• Xing Yi Quan
• Zen Bu Kan Kempo

Weapons
• Axe throwing
• Battōjutsu
• Boffer fighting
• Eskrima
• Egyptian stick fencing
• Fencing
• Gatka
• Hojōjutsu
• Iaidō
• Iaijutsu
• Jōdō
• Jogo do pau
• Jūkendō
• Jittejutsu
• Kendo
• Kenjutsu
• Krabi–krabong
• Kung fu
• Kyūdō
• Kyūjutsu
• Modern Arnis
• Naginatajutsu
• Nguni stick-fighting
• Okinawan kobudō
• Shurikenjutsu
• Silambam
• Sōjutsu
• Sword fighting
• Wushu
• Kumdo
• Wing Chun


Skirmish
• Airsoft
• Laser tag
• Paintball


Cue sports
• Carom billiards
• Three-cushion
• Five-pins
• Balkline and straight rail
• Cushion caroms
• Four-ball (yotsudama)
• Artistic billiards
• Novuss (and cued forms of carrom)
• Pocket billiards (pool)
• Eight-ball
• Blackball (a.k.a. British eight-ball pool)
• Nine-ball
• Straight pool (14.1 continuous)
• One-pocket
• Three-ball
• Seven-ball
• Ten-ball
• Rotation
• Baseball pocket billiards
• Cribbage (pool)
• Bank pool
• Artistic pool
• Trick shot competition
• Speed pool
• Bowlliards
• Chicago
• Kelly pool
• Cutthroat
• Killer
• Russian pyramid
• Snooker
• Sinuca brasileira
• Six-red snooker
• Snooker plus
• Hybrid carom–pocket games
• English billiards
• Bottle pool
• Cowboy
• Obstacle variations
• Bagatelle
• Bar billiards
• Bumper pool
• Table Sports
• Foosball


Equine sports
• Buzkashi
• Barrel racing
• Campdrafting
• Cirit
• Charreada
• Chilean rodeo
• Cross country
• Cutting
• Dressage
• Endurance riding
• English pleasure
• Equitation
• Eventing
• Equestrian vaulting
• Gymkhana
• Harness racing
• Horse racing
• Horseball
• Hunter
• Hunter-jumpers
• Jousting
• Pato
• Reining
• Rodeo
• Show jumping
• Steeplechase
• Team penning
• Tent pegging
• Western pleasure


Fishing
• Angling
• Big-game fishing
• Casting
• Noodling
• Spearfishing
• Sport fishing
• Surf fishing
• Rock fishing
• Fly fishing
• Ice fishing

Flying disc sports

• Beach ultimate
• Disc dog
• Disc golf
• Disc golf (urban)
• Dodge disc
• Double disc court
• Flutterguts
• Freestyle
• Freestyle competition
• Goaltimate
• Guts
• Hot box
• Ultimate

Football

• Ancient games
• Chinlone
• Cuju
• Episkyros
• Harpastum
• Kemari
• Ki-o-rahi
• Marn Grook
• Woggabaliri
• Yubi lakpi
• Medieval football
• Ba game
• Caid
• Calcio Fiorentino
• Camping (game)
• Chester-le-Street
• Cnapan
• Cornish hurling
• Haxey Hood
• Knattleikr
• La soule
• Lelo burti
• Mob football
• Royal Shrovetide Football
• Uppies and Downies
• Association football
• Jorkyball
• Paralympic football
• Powerchair Football
• Reduced variants
• Five-a-side football
• Beach soccer
• Futebol de Salão
• Futsal
• Papi fut
• Indoor soccer
• Masters Football
• Street football
• Freestyle football
• Keepie uppie
• Swamp football
• Three sided football
• Australian football
• Nine-a-side footy
• Rec footy
• Metro footy
• English school games
• Eton College
• Field game
• Wall game
• Harrow football
• Gaelic football
• Ladies' Gaelic football
• Gridiron football
• American football
• Eight-man football
• Flag football
• Indoor football
• Arena football
• Nine-man football
• Six-man football
• Sprint football
• Touch football
• Canadian football
• Street football (American)
• Rugby football
• Beach rugby
• Rugby league
• Masters Rugby League
• Mod league
• Rugby league nines
• Rugby league sevens
• Tag rugby
• Touch football
• Wheelchair rugby league
• Rugby union
• American flag rugby
• Mini rugby
• Rugby sevens
• Tag rugby
• Touch rugby
• Rugby tens
• Snow rugby
• Hybrid codes
• Austus
• Eton wall game
• International rules football
• Samoa rules
• Speedball
• Universal football
• Volata


Golf

• Miniature golf
• Match play
• Skins game
• Speed golf
• Stroke play
• Team play
• Shotgun start

Gymnastics

• Acrobatic gymnastics
• Aerobic gymnastics
• Artistic gymnastics
• Balance beam
• Floor
• High bar
• Parallel bars
• Pommel horse
• Still rings
• Uneven bars
• Vault
• Juggling
• Rhythmic gymnastics
• Ball
• Club
• Hoop
• Ribbon
• Rope
• Rope jumping
• Slacklining
• Trampolining
• Trapeze
• Flying trapeze
• Static trapeze
• Tumbling

Handball family
• Goalball
• Hitbal
• Tchoukball
• Team handball
• Beach handball
• Czech handball
• Field handball
• Torball
• Water polo

Hunting

• Beagling
• Big game hunting
• Deer hunting
• Fox hunting
• Hare coursing
• Wolf hunting

Ice sports
• Bandy
• Rink bandy
• Broomball
• Curling
• Ice hockey
• Ringette
• Ice yachting
• Figure skating


Kite sports
• Kite buggy
• Kite fighting
• Kite landboarding
• Kitesurfing
• Parasailing
• Snow kiting
• Sport kite (Stunt kite)

Mixed discipline
• Adventure racing
• Biathlon
• Duathlon
• Decathlon
• Heptathlon
• Icosathlon
• Modern pentathlon
• Pentathlon
• Tetrathlon
• Triathlon

Orienteering family
• Geocaching
• Orienteering
• Rogaining
• Letterboxing
• Waymarking

Pilota family
• American handball
• Australian handball
• Basque pelota
• Jai alai
• Fives
• Eton Fives
• Rugby Fives
• Frisian handball
• Four square
• Gaelic handball
• Jeu de paume
• Palla
• Patball
• Valencian pilota

Racquet (or racket) sports
• Badminton
• Ball badminton
• Basque pelota
• Frontenis
• Xare
• Beach tennis
• Fives
• Matkot
• Padel
• Paleta Frontón
• Pelota mixteca
• Pickleball
• Platform tennis
• Qianball
• Racketlon
• Racquetball
• Racquets
• Real tennis
• Soft tennis
• Speed-ball
• Speedminton
• Squash
• Hardball squash
• Squash tennis
• Stické
• Table tennis
• Tennis
Remote control
• Model aerobatics
• RC racing
• Robot combat
• Slot car racing

Rodeo-originated
• Bullriding
• Barrel Racing
• Bronc Riding
• Saddle Bronc Riding
• Roping
• Calf Roping
• Team Roping
• Steer Wrestling
• Goat Tying

Running
• Endurance
• 5K run
• 10K run
• Cross-country running
• Half marathon
• Marathon
• Road running
• Tower running
• Ultramarathon
• Sprint
• Hurdles

Sailing / Windsurfing
• Ice yachting
• Land sailing
• Land windsurfing
• Sailing
• Windsurfing
• Kiteboarding
• Dinghy sailing

Snow sports
• Alpine skiing
• Freestyle skiing
• Nordic combined
• Nordic skiing
• Cross-country skiing
• Telemark skiing
• Ski jumping
• Ski touring
• Skijoring
• Speed skiing

Sled sports

• Bobsleigh
• Luge
• Skibobbing
• Skeleton
• Toboggan

Shooting sports
• Clay pigeon shooting
• Skeet shooting
• Trap shooting
• Sporting clays
• Target shooting
• Field target
• Fullbore target rifle
• High power rifle
• Benchrest shooting
• Metallic silhouette
• Practical shooting
• Cowboy action shooting
• Metallic silhouette shooting
Stacking
• Card stacking
• Dice stacking
• Sport stacking

Stick and ball games
• Hornussen

Hockey
• Hockey
• Ball hockey
• Bando
• Bandy
• Rink bandy
• Broomball
• Moscow broomball
• Field hockey
• Indoor field hockey
• Floorball
• Ice hockey

Ice hockey 
 • Pond hockey
• Power hockey
• Ringette
• Sledge hockey
• Underwater ice hockey
• Roller hockey
• Inline hockey
• Roller hockey (Quad)
• Skater hockey
• Rossall Hockey
• Spongee
• Street hockey
• Underwater hockey
• Unicycle hockey

Hurling and shinty
• Cammag
• Hurling
• Camogie
• Shinty
• Composite rules shinty-hurling

Lacrosse
• Lacrosse
• Box lacrosse
• Field lacrosse
• Women's lacrosse
• Intercrosse


Polo
• Polo
 • Bicycle polo
• Canoe polo
• Cowboy polo
• Elephant polo
• Horse polo
• Segway polo
• Yak polo

Street sports
• Free running
• Freestyle footbag
• Freestyle football
• Powerbocking
• Parkour
• Scootering
• Street workout

Tag games

• British bulldogs (American Eagle)
• Capture the flag
• Hana Ichi Monme
• Hide and seek
• Jugger
• Kabaddi
• Kho kho
• Kick the can
• Oztag
• Red rover
• Tag

Walking
• Hiking
• Backpacking (wilderness)
• Racewalking
• Bushwhacking
• Walking

Wall-and-ball
• American handball
• Australian handball
• Basque pelota
• Butts Up
• Chinese handball
• Fives
• Gaelic handball
• International fronton
• Jorkyball
• Racquetball
• Squash
• Squash tennis
• Suicide (game)
• Valencian frontó
• Wallball
• Wallyball

Aquatic & paddle sports
• Creeking
• Flyak
• Freeboating
• Sea kayaking
• Squirt boating
• Surf kayaking
• Whitewater kayaking

Rafting
• Rafting
• White water rafting

Rowing
• Rowing (sport)
• Gig racing
• Coastal and ocean rowing
• Surfboat
• Single scull
Other paddling sports
• Dragon boat racing
• Stand up paddle boarding
• Water polo
• Canoe polo
• Waboba

Underwater
• Underwater football
• Underwater rugby
• Underwater hockey

Competitive swimming
• Backstroke
• Breaststroke
• Butterfly stroke
• Freestyle swimming
• Individual medley
• Synchronized swimming
• Medley relay

Kindred activities
• Bifins (finswimming)
• Surface finswimming

Subsurface and recreational
• Apnoea finswimming
• Aquathlon (underwater wrestling)
• Freediving
• Immersion finswimming
• Scuba diving
• Spearfishing
• Snorkelling
• Sport diving (sport)
• Underwater hockey
• Underwater orienteering
• Underwater photography (sport)
• Underwater target shooting
Diving
• Cliff diving
• Diving

Weightlifting
• Basque traditional weightlifting
• Bodybuilding
• Highland games
• Olympic weightlifting
• Powerlifting
• Strength athletics (strongman)
• Steinstossen

Motorized sports
• Autocross (a.k.a. Slalom)
• Autograss
• Banger racing
• Board track racing
• Demolition derby
• Desert racing
• Dirt track racing
• Drag racing
• Drifting
• Folkrace
• Formula racing
• Formula Libre
• Formula Student
• Hillclimbing
• Ice racing
• Kart racing
• Land speed records
• Legends car racing
• Midget car racing
• Monster truck
• Mud bogging
• Off-road racing
• Pickup truck racing
• Production car racing
• Race of Champions
• Rally raid
• Rallycross
• Rallying
• Regularity rally
• Road racing
• Short track motor racing
• Snowmobile racing
• Sports car racing
• Sprint car racing
• Street racing
• Stock car racing
• Time attack
• Tractor pulling
• Touring car racing
• Truck racing
• Vintage racing
• Wheelstand competition

Motorboat racing
• Drag boat racing
• F1 powerboat racing
• Hydroplane racing
• Jet sprint boat racing
• Offshore powerboat racing
• Personal water craft

Motorcycle racing
• Auto Race
• Board track racing
• Cross-country rally
• Endurance racing
• Enduro
• Freestyle motocross
• Grand Prix motorcycle racing
• Grasstrack
• Hillclimbing
• Ice racing
• Ice speedway
• Indoor enduro
• Motocross
• Motorcycle drag racing
• Motorcycle speedway
• Off-roading
• Rally raid
• Road racing
• Superbike racing
• Supercross
• Supermoto
• Supersport racing
• Superside
• Track racing
• Trial
• TT racing
• Free-style moto

Marker sports
• Airsoft
• Archery
• Paintball
• Darts

Musical sports
• Color guard
• Drum corps
• Indoor percussion
• Marching band

Fantasy sports
• Quidditch
• Hunger Games(Gladiating)
• Pod Racing
• Mortal Kombat(MMA)

Other
• Stihl Timbersports Series
• Woodsman

Overlapping sports
• Tennis
• Polocrosse
• Badminton
• Polo

Skating sports
• Aggressive inline skating
• Artistic roller skating
• Figure skating
• Freestyle slalom skating
• Ice dancing
• Ice skating
• Inline speed skating
• Rinkball
• Rink hockey
• Roller derby
• Roller skating
• Short track speed skating
• Skater hockey
• Speed skating
• Synchronized skating

Freestyle skiing
• Snowboarding
• Ski flying
• Skibob
• Snowshoeing
• Skiboarding