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Kaliumchromat (17109 views - Material Database)

Kaliumchromat ist ein Kaliumsalz der Chromsäure (H2CrO4) mit der Summenformel K2CrO4. Es ist ein nicht brennbarer, zitronengelber, giftiger und umweltgefährlicher Feststoff. Das Salz ist ein starkes Oxidationsmittel und wirkt ätzend auf Haut und Schleimhäute.
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Kaliumchromat

Kaliumchromat

Strukturformel
  
Allgemeines
Name Kaliumchromat
Andere Namen
  • Dikaliumchromat
  • Chromsaures Kalium
Summenformel K2CrO4
CAS-Nummer 7789-00-6
PubChem 24597
Kurzbeschreibung

zitronengelber, kristalliner Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 194,19 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,73 g·cm−3 (18 °C)[1]

Schmelzpunkt

985 °C[1]

Siedepunkt

1000 °C[1]

Löslichkeit
  • leicht löslich in Wasser (637 g·l−1 bei 20 °C)[1]
  • unlöslich in Ethanol[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)[3], ggf. erweitert[1]

Gefahr

H- und P-Sätze H: 350i​‐​340​‐​319​‐​335​‐​315​‐​317​‐​410
P: 201​‐​280​‐​273​‐​308+313​‐​305+351+338​‐​302+352 [1]
Zulassungs­verfahren nach REACH

besonders besorgnis­erregend[4], zulassungs­pflichtig: krebs­erzeugend, erbgut­verändernd, fortpflanzungs­gefährdend (CMR)[5]

MAK
  • Deutschland: aufgehoben, da karzinogen[1]
  • Schweiz: 5 μg·m−3 (berechnet als Chrom)[6]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Kaliumchromat ist ein Kaliumsalz der Chromsäure (H2CrO4) mit der Summenformel K2CrO4. Es ist ein nicht brennbarer, zitronengelber, giftiger und umweltgefährlicher Feststoff. Das Salz ist ein starkes Oxidationsmittel und wirkt ätzend auf Haut und Schleimhäute.

Gewinnung und Darstellung

Durch die Reaktion von Kaliumcarbonat und Kaliumdichromat wird Kaliumchromat hergestellt.

Eigenschaften

Wasserfreies Kaliumchromat bildet zitronengelbe, prismenförmige Kristalle (orthorhombisch, Raumgruppe Pnam (Raumgruppen-Nr. 62, Stellung 6)Vorlage:Raumgruppe/62.6, Gitterparameter a = 7,663 Å, b = 10,388 Å, c = 5,922 Å[7]), welche sich oberhalb von 670 °C in eine rote hexagonale α-Modifikation umwandeln.

Bei Berührung mit brennbaren Stoffen ist das Salz feuergefährlich.

Kaliumchromat

Verwendung

Kaliumchromat wurde fast vollständig durch das preiswertere Natriumchromat ersetzt und wird nur noch für sehr spezifische Anwendungen, wie beispielsweise in der Analogfotografie oder als Indikator bei der Titration von Natriumchlorid nach Mohr verwendet (DAB7).

Sicherheitshinweise

Kaliumchromat ist giftig und umweltgefährlich. Es führt zu Reizung und Schädigung von Haut und Schleimhäuten und schädigt Nieren, Blut und Leber. Kaliumchromat wirkt weiterhin mutagen und karzinogen.

Kaliumchromat verursacht an verletzten Hautstellen schlecht heilende Wunden.

Nachweis

Das Chromat-Anion (CrO42−) lässt sich in wässriger Lösung mit Metallkationen wie Ba2+ Pb2+, Hg22+ als, je nach Kation gelber bis braunroter, Niederschlag ausfällen:

Es ist dabei zu beachten, dass in sehr sauren Lösungen das Chromat-Dichromat-Gleichgewicht zunehmend zum Dichromat verschoben ist.

  1. a b c d e f g h Eintrag zu Kaliumchromat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 22. Februar 2017 (JavaScript erforderlich).
  2. Eintrag zu Kaliumchromat. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 15. Juli 2014.
  3. Eintrag zu Potassium chromate im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. Eintrag zu CAS-Nr. 7789-00-6 in der SVHC-Liste der Europäischen Chemikalienagentur, abgerufen am 14. Juli 2014.
  5. Eintrag zu CAS-Nr. 7789-00-6 im Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe der Europäischen Chemikalienagentur, abgerufen am 14. Juli 2014.
  6. Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA): Grenzwerte am Arbeitsplatz 2015 – MAK-Werte, BAT-Werte, Grenzwerte für physikalische Einwirkungen, abgerufen am 27. Oktober 2015.
  7. J.A. McGinnety: Redetermination of the structures of potassium sulphate and potassium chromate: the effect of electrostatic crystal forces upon observed bond length. In: Acta Crystallographica, B28, 1972, S. 2845–2852, doi:10.1107/S0567740872007022
 Commons: Kaliumchromat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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