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Airbus Helicopters H225M (10683 views - Transportation - Air Water Earth)

Die H225M Caracal (ursprüngliche Bezeichnung EC 725 Caracal), oder auch Super Cougar, ist ein militärischer, taktischer Mehrzweck- und Transporthubschrauber der 11-Tonnen-Klasse mit großer Reichweite des französischen Teils der europäischen Unternehmensgruppe Airbus Helicopters.
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Airbus Helicopters H225M

Airbus Helicopters H225M

Airbus Helicopters H225M
H225M Caracal

EC 725 Cougar MkII+ auf der Paris Air Show 2007
Typ: Mehrzweckhubschrauber
Entwurfsland:

Frankreich Frankreich

Hersteller: Airbus Helicopters
Erstflug: 27. November 2000
Indienststellung: Februar 2005
Stückzahl: 85[1] (Stand: Juni 2017)

Die H225M Caracal (ursprüngliche Bezeichnung EC 725 Caracal), oder auch Super Cougar, ist ein militärischer, taktischer Mehrzweck- und Transporthubschrauber der 11-Tonnen-Klasse mit großer Reichweite des französischen Teils der europäischen Unternehmensgruppe Airbus Helicopters.

Geschichte

Die H225M ist ein Mitglied der „Cougar“-Familie und stellt die militärische Version der H225 (ursprünglich EC 225) Super-Puma dar, welche wiederum eine Weiterentwicklung der Aérospatiale AS 532 ist.

Der Erstflug der damaligen EC 725 erfolgte am 27. November 2000 mit Hervé Jammayrac, Bernard Turcat und Daniel Sémiol an Bord. Die erste öffentliche Vorstellung fand am 15. Januar 2001 statt.

Im Januar 2010 gab die indonesische Firma PT Dirgantara Indonesia (PTDI) eine Zusammenarbeit mit der damaligen Eurocopter bekannt. Dabei produziert PTDI Bauteile wie den Heckausleger und die Kabinenzelle; die Erstauslieferung eines Hubschraubers für den indonesischen Markt erfolgte 2014. Eine Lizenzfertigung erfolgt durch Helibras, der brasilianischen Tochter von Airbus Helicopters, eine weitere soll in Polen aufgebaut werden (siehe auch unter Bestellungen).

Im Zuge der Umstrukturierung und Umbenennung des Mutterkonzerns EADS zur Airbus Group wurde im August 2013 beschlossen, das Unternehmen Eurocopter ab Januar 2014 in Airbus Helicopters umzubenennen;[2] im Frühjahr 2015 wurden neue Baureihenbezeichnungen eingeführt.

Bestellungen

Frankreich Frankreich

Luftstreitkräfte: 14, Die Auslieferung von zunächst acht Caracals, so der Name der EC725 bei den französischen Streitkräften, für die Armée de l’air als Version für bewaffnete Such- und Rettungsflüge (CSAR) begann im Januar 2005. Später wurden sechs weitere Maschinen an Frankreich geliefert, die wahrscheinlich ebenfalls an die Luftstreitkräfte gingen.
Landstreitkräfte: 8, Die Aviation légère de l’armée de Terre (ALAT) betreibt acht Caracal für den Einsatz von Spezialeinheiten.

Brasilien Brasilien

Am 23. Dezember 2008 verkündeten die Staatspräsidenten von Frankreich und Brasilien den Kauf von 50 Maschinen für die brasilianische Streitkräfte (jeweils 16 Maschinen in Standardkonfiguration an das Heer (interne Bezeichnung HM-4) und die Marine (UH-15), sowie 18 an die Luftwaffe Força Aérea Brasileira (H-36) für CSAR-Einsätze) für einen Gesamtpreis von 1,9 Mrd. Euro.[3] Zwei der Maschinen für die Força Aérea Brasileira werden gegenüber ersten Planungen mit V.I.P.-Ausstattung (VH-36) geliefert. Im Juni 2014 wurde die erste in Brasilien gefertigte EC725 an die Marine des Landes geliefert.[4]

Ungarn Ungarn

16, Im Dezember 2018 wurden 16 Maschinen bestellt, um die in Szolnok stationierten Mi-8 und Mi-17 zu ersetzen.[5]

Indonesien Indonesien

Luftstreitkräfte: 14, Indonesien bestellte im Mai 2012 zunächst sechs Exemplare in der CSAR-Version, wobei die Einrüstung der entsprechenden Ausrüstung vor Ort bei PT Dirgantara Indonesia (PTDI) in Bandung stattfindet. Die erste Maschine traf im November 2014 zur Umrüstung in Indonesien ein und wurde zwei Jahre später an die Luftstreitkräfte übergeben[6]. Anfang 2019 wurden acht weitere H225M bestellt[7].

Kasachstan Kasachstan

Ebenfalls im Mai 2012 wurde Kasachstans Absicht bekannt, 20 Exemplare zu erwerben.

Kuwait Kuwait

Das Emirat Kuwait plant, wie im Oktober 2015 bekannt wurde, den Kauf von 24 Caracals zzgl. sechs Optionen.[8] Der entsprechende Vertrag für 30 Maschinen wurde im August 2016 in Paris unterzeichnet.[9] Die Luftstreitkräfte sollen 24 und die Nationalgarde sechs Exemplare erhalten.[10]

Malaysia Malaysia

Der Verkauf von zwölf Hubschraubern an Malaysia im Oktober 2008 wurde wegen der Finanzkrise aus Geldmangel aufseiten Malaysias zwischenzeitlich gestoppt. Die Auslieferung an die Royal Malaysian Air Force begann schließlich im Dezember 2012 und soll bis Januar 2014 abgeschlossen werden.

Mexiko Mexiko

Am 9. März 2009 gab das mexikanische Militär den Kauf von sechs Einheiten des Typs bekannt.[11] Später wurde die Bestellung verdoppelt und im Juli 2011 erhielt die 101. Staffel der FAM in Santa Lucia ihre ersten der neun Exemplare. Drei der bestellten Helikopter sind für die Marine bestimmt.

Polen Polen

Am 21. April 2015 gab Airbus Helicopters bekannt, dass die H225M als Sieger einer polnischen Ausschreibung für die Beschaffung von 50 Helikoptern hervorging. Die Endmontage soll in Polen erfolgen. Geplant sind 16 Transport-, 13 CSAR, 8 U-Jagd-, 8 Spezialeinheiten- und 5 MedEvac-Hubschrauber.[12] Derzeit läuft eine Klage des Konkurrenten AgustaWestland gegen das polnische Verteidigungsministerium wegen dieser Entscheidung.[13] Anfang Oktober 2016 wurde bekannt, dass die polnische Regierung die Verhandlungen mit Airbus abgebrochen hat und nunmehr die Anschaffung von Sikorsky Black Hawk Helikoptern plant.[14]

Thailand Thailand

12; Im September 2012 bestellte Thailand vier EC725 in der SAR-Version für die Royal Thai Air Force, die im August 2015 geliefert wurden. Im Oktober 2014 wurden zwei weitere Exemplare nachgeordert und 2016 ausgeliefert[15] und ebenfalls 2016 wurden zwei weitere H225M bestellt und 2018 ausgeliefert. Weitere vier H225M wurden 2018 mit Zulauf im Jahr 2021 bestellt.[16]

Ungarn Ungarn

16; Im Dezember 2018 bestellte Ungarn 16 H225M. die mit dem H-Force Waffensystem ausgerüstet sind[17].

Technik

Die H225M (EC 725) ist mit einem Fünfblatt-Spheriplex-Hauptrotor und einem Vierblatt-Heckrotor ausgerüstet. Die Avionik besteht unter anderem aus einem Trägheits- und GPS-Navigationssystem, einem Autopiloten und einem Glascockpit mit vier großen und zwei kleineren Displays. Zur Erhöhung der Reichweite ist der Hubschrauber mit einer Luftbetankungssonde ausgerüstet.[18] Als Antrieb sind zwei Turboméca-Makila-2A-Wellenturbinen mit FADEC-Steuerung verbaut.

Kenngröße Daten[19]
Typ Transporthubschrauber
Besatzung 5 + 29 Soldaten
Rumpflänge 16,79 m
Länge über Hauptrotor 19,50 m
Höhe 4,60 m
Breite 3,38 m
Kabinenlänge 7,87 m
Kabinenhöhe max. 1,45 m
Kabinenbreite max. 1,80 m
Rotordurchmesser 16,20 m
Heckrotordurchmesser 3,15 m
Leermasse 5330 kg
max. Startmasse 11.200 kg
Triebwerk zwei Wellenturbinen Turboméca Makila 2A
Leistung je 1566 kW Start- bzw. 1776 kW Notleistung
Höchstgeschwindigkeit 324 km/h
Marschgeschwindigkeit 285 km/h
Dienstgipfelhöhe 6095 m
Schwebeflughöhe 610 m (bei Höchstmasse im Bodeneffekt)
Einsatzreichweite 740 km (mit 20 Soldaten)

Bewaffnung

Beweglich installierte Bewaffnung in der Tür

Ungelenkte Luft-Boden-Raketen

  • 2 × Thales Brandt-Raketen-Rohrstartbehälter für je 19 ungelenkte Luft-Boden-Raketen TDA; Kaliber 68 mm
  • 2 × Forges de Zeebrugge FZ225 Raketen-Rohrstartbehälter für je 19 ungelenkte Luft-Boden-Raketen FZ; Kaliber 70 mm (2.75")

Externe Behälter

  • 2 × Maschinenkanonenbehälter POD NC 621 mit je einer 20-mm-Maschinenkanone Nexter 20M621 mit 180 Schuss Munition

Selbstschutzsysteme

Aktive Maßnahmen

  • 2 × Täuschkörperwerfer-Gestelle MBDA „ELIPS“ mit je 24 1"×1"-Hitzefackel-Täuschkörpern. Die Werfer sind in aerodynamischen Verkleidungen am Heck angebracht.

Passive Maßnahmen

Siehe auch



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Transportation - Air Water Earth

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